Ein Uhrenbeweger wird benötigt, wenn eine Automatikuhr nicht regelmäßig getragen und somit nicht regelmäßig aufgezogen wird. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie Ihre Uhr als Zweit- oder Drittuhr verwenden oder Sammler sind.
Der Uhrenbeweger sorgt dafür, dass die Automatik-Uhren nicht stehenbleiben und somit ihre Ganggenauigkeit behalten.
Funktionsweise des Uhrenbewegers:
Die Uhr wird in dem Uhrenbeweger auf ein speziell dafür vorgesehenes Kissen oder auf die integrierte Halterung angebracht. Mithilfe eines kleinen Elektromotors wird die Uhr langsam um ihre Achse gedreht, damit die Feder der Automatik-Uhr ständig gespannt bleibt.
Es gibt einfache Ausführungen von Uhrenbewegern, deren Drehrichtung und Aufzugsprogramm vorgegeben sind.
Hochwertigere Modelle bieten eine individuelle Einstellungsmöglichkeit des Aufzugsprogramms und der Drehrichtung an. Dazu kann man den Zeitraum der Bewegungen auch festlegen. Diese sind sinnvoller, da Ihre Automatik-Uhr damit immer ganggenau funktionieren kann.
Sie können also die Umdrehungszahl pro Tag einstellen. Diese ist mit TPD (= Turns per Day) oder UPD (=Umdrehung pro Minute) angegeben.
Um zu vermeiden, dass das Intervall zwischen den Drehbewegungen zu groß oder zu klein ist, beachten Sie die Angaben und Hinweise des Herstellers. Es gibt Uhrenmodelle, die entgegen den meisten Automatik-Uhren gegen den Uhrzeigersinn aufgezogen werden.
Die Anzahl der Umdrehungen pro Minute variiert je nach Modell.
Achten Sie auch darauf, wie oft die Uhr aufgezogen werden muss, da die alten Automatik-Uhren sonst überzogen werden könnten und dann nicht mehr funktionieren.
Neuere Kaliber arbeiten mit einer Schleppfeder, somit ist eine Überspannung nicht möglich.
Alte Automatik-Uhren können verharzen, wenn sie nicht regelmäßig aufgezogen werden. Neuere Modelle verwenden synthetische Öle, die nicht verharzen können.